Um die Barrierefreiheit steht es in vielen Tiroler Gemeinden nicht gut, sei es vermeintlich kleine Hürden wie enge Gehsteige, undurchsichtige Verkehrssituationen oder aber auch hohe Gehsteigkanten – eingeschränkte Personen haben es nicht gerade leicht in vielen Alltagssituationen. Auch in Ötz gibt es zwei plakative Fallbeispiele:

Bei der Apotheke wurde der Zebrastreifen über die Mitte des Platzes (aufgrund von privater Baustellarbeiten daneben) hingesetzt, man nimmt hier Gehsteigkanten für Rollstuhlfahrer:innen in Kauf, welche zwangsläufig in die Apotheke gehen müssen, obwohl es einen Meter weiter eine glatte Fläche gegeben hätte oder man die Kanten entfernen hätte können.

Ein Rollstuhlfahrer hat uns berichtet, dass er den Piburger See gerne als Ausflugsziel nimmt. Dort ist aber, wenn man vom oberen Parkplatz hinfährt, nur eine Weiterfahrt mit spezieller Berechtigung möglich, welche Personen mit Handicap nicht einschließt. Viele  Rollstuhlfahrer:innen würden sich aber zumindest eine Anfahrt bis zum See wünschen, welche leider von der Gemeinde bislang verschlafen wurde, laut seinen Aussagen.

In Summe: Ötz muss endlich aufholen in Sachen Barrierefreiheit und offenen Zugängen. Einfache und unbürokratische Lösungen können für viele Menschen (mehr als wir denken), eine riesige Erleichterung bedeuten. Bemühen wir uns doch um ein barrierefreies Ötz.

Der Piburgersee