Nachdem die Zillertaler nun doch den Schritt "gewagt" und die Öffentlichkeit informiert haben,  können vielleicht weitere Erkrankungen im Zusammenhang mit Aufenthalten in den betroffenen Risikogebieten verhindert werden. Eine Wirksame Eindämmung ist nur möglich, wenn auch schon mögliche erkrankte sich isolieren, auch wenn sie noch keine Symptome haben (wurde ja im vorhergehendem Artikel erklärt).

Und Sölden?

Nix, absolut nix hört man da. Offiziell mauert Sölden. Das einzige das man aus Sölden hört sind die Berichte und Veröffentlichungen von Markus Wilhelm:

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Das zeigt, den Söldenern ist die Ötztaler Bevölkerung EGAL. Auch jetzt noch, wo der Schaden eh schon da ist, man versucht offensichtlich mit aller Gewalt und alle Möglichkeiten Sölden aus den Medien herauszuhalten - auf Kosten der Gesundheit der Ötztaler Bevölkerung. Hauptsache der Rubel ist gerollt und hauptsache der Rubel könnte bald wieder rollen. Aber in der Aussendung der Bergbahnen zum Saisonschluss noch davon sprechen, die Gesundheit hätte absolute Priorität.

Das glaubt heute keiner mehr. Egal ist ihnen die Gesundheit! Anstatt zu versuchen eine weitere Ausbreitung mit Infos an potentiell angesteckte Personen zu verhindern - und das geht aufgrund der Masse nur über öffentliche Informationen! - wird weiterhin der Kopf in den Sand gesteckt. Wenn man folgendes bedenkt:

Positive Testungen im Bezirk Imst (detailliertere Infos gibt es nicht):

Also fast eine Verdoppelung innerhalb von zwei Tagen. Da ist nichts  mit "flatten the curve" (also die Ansteckungskurve abflachen). Ob das mit Sölden zu tun hat? Kann man so nicht sagen, ohne Auswirkungen wird es wohl nicht sein. Und auch der Umhauser Bürgermeister Mag. Jakob Wolf schaut zu, obwohl er als Landtagsabgeordneter und Klubobmann der ÖVP Tirol sehr viel Einfluss auf Sölden bzw. auf deren Bürgermeister Mag. Ernst Schöpf hätte. Aber wer würde denn einen Parteikollegen nur für die Gesundheit der eigenen Bevölkerung in den Rücken fallen???

Ob der Schuss nicht ganz stark nach hinten losgeht? Könnte durchaus sein, dass die Bevölkerung nicht mehr so hinter den touristischen Entwicklungsplänen der Sölder steht, zumal ja dadurch einiges in Kauf genommen werden muss (z.B. noch höheres Verkehrsaufkommen).

Ironisches

Trotzdem hat das ganze auch was ironisches - wenn man schon nicht viel zum Lachen hat in diesen Zeiten, so wird Ironie und Galgenhumor umso wichtiger, das Lachen darf uns trotz allem nicht vergehen.
Zum folgenden muss man wissen, dass "Hotspot" derzeit im Zusammenhang mit Corona und Tirol (insbesondere Ischgl) sehr häufig in kritischen Medienberichten in ganz Europa verwendet wird.

Wenn man sich die aktuelle Webseite von Sölden anschaut:

https://www.soelden.com (Abgerufen am 24.03.2020)

Wie recht sie haben, Erholung ist einem sicher, wenn man zumindest 2 Wochen in Quarantäne ist, weil man sich (potentiell) angesteckt hat.

Toppen kann das nur mehr dies hier:

https://www.apart-corona.at (Abgerufen am 24.03.2020)

Schon irgendwie bezeichnend, dass beide Webseiten nach wie vor in dieser Art online sind. Gerade jetzt, wo die meisten von uns vieeel Zeit haben.