Danke für das Interesse und die zahlreichen positiven Reaktionen auf unsere Artikelserie zur Mobilitätsstrategie Ötztal 2030 von privater Seite. Keine einzige meinte, dass man mit dem Dargebotenen auch nur halbwegs zufrieden sei. Das Thema bewegt also die Ötzer Gemüter und die Vorgehensweise der Projektverantwortlichen wird einhellig verurteilt. Für manchen ein Anlass, "noch mehr zu Tage" gefördert haben zu wollen.

Wir von werden allerdings sicherlich keine "weiteren Enthüllungen" bringen, auch keine "ganz wichtige Aufdeckarbeit" betreiben oder "endlich Sachen durchleuchten, was es in Ötz schon lange gebraucht hätte". Weil: Glaubt uns, wir würden erstens nicht fertig damit, und, zweitens, es gibt Wichtigeres, Angenehmeres.

Man könnte ganze Bücher füllen. Im Grunde genommen handelt es sich aber doch nur ohnehin immer nur um dasselbe Muster: So beauftragten Herr Falkner und Herr Haslwanter (oder einer von beiden) zum Ende des Beirats Zukunft – einmal mehr mit unser aller Steuergeld – die Agentur Polak und trugen dieser auf, eine abschließende Pressemitteilung zu machen. Ohne übrigens das Einvernehmen mit den anderen Beiräten zu suchen, so wie dies bei der ersten Sitzung ausgemacht worden war. Zudem übergingen sie Beirats-Moderator Ulrich Müller, der eigentlich für die Presseaussendungen zuständig gewesen wäre.

Bei diesem fragwürdigem Alleingang ging es offensichtlich darum, einem Mitglied der BI Lebenswertes Ötz, "Destruktivität" zu unterstellen. Und so stand eine Woche später tatsächlich in einem Bezirksblatt: Ein Mitglied der BI LÖ habe sich im Zusammenhang mit dem Beirat Zukunft ganz furchtbar benommen.

Wobei, irgendetwas war bei dieser Causa sonderbar. Irgendetwas stimmte nicht. Denn Herr Falkner hatte kurz vorher seinem Gemeinderat noch etwas ganz anderes erzählt. Die ersten drei ersten Treffen seien nämlich, so Herr Falkner wortwörtlich, nicht nur "konstruktiv", sondern sogar "sehr konstruktiv verlaufen". Und genau so steht es auch im Gemeinderatsprotokoll:

Damit könnte die von Herrn Falkner und Herrn Haslwanter (oder einem von beiden) initiierte Schmutzkübelkampagne letztlich doch nur ein Pyrrhussieg gewesen sein. Gut, sie konnten sich bis heute freuen, auf Steuerkosten einen Ötzer Bürger desavouiert zu haben, das schon. Aber irgendwie kommt im Leben halt doch alles auch wieder einmal zurück. Früher oder später. Und dann war es ein Schuss ins eigene Knie. Somit wird´s jetzt gleich ganz, ganz furchtbar peinlich für die vermeintlichen, hintertückischen Adressaten der Schmähbotschaft , denn die Wahrheit ist die: Jenes Mitglied unserer BI, das durch den von Herrn Falkner und/oder Herrn Haslwanter initiierten Zeitungsbericht in aller Öffentlichkeit durch den Dreck gezogen wurde, hat nachweislich an der vierten und fünften Sitzung des Beirats Zukunft gar nicht mehr teilgenommen! Es war verhindert, hatte dies aber  bereits bei der ersten Sitzung bekannt gegeben. Müßig zu erwähnen, dass auch der Stellvertreter für die beiden abschließenden Sitzungen, frühzeitig nominiert, sich gebührlich verhalten hat.

Sagt, ist das eigentlich nicht schon wieder Korruption? So etwas hatten wir doch schon in den letzten Artikeln. Wird da also schon wieder mit öffentlichen Mitteln nach eigenem Dafürhalten und zum eigenen Vorteil gefuhrwerkt? Aufs Hinterhältigste agiert? Wird jemand sogar in aller Öffentlichkeit schlecht gemacht, und zwar nur, um vom eigenen Versagen abzulenken und politisches Kleingeld zu lukrieren.

Hansjörg, Roland! Wollt ihr dazu vielleicht einmal Stellung nehmen? Wie ist es, wollt ihr uns Ötzerinnen und Ötzern nicht einmal eure Sicht der Dinge schildern? Das schaut doch alles ganz furchtbar aus, was ihr da so anstellt. Das schaut nach unterster Schublade aus. Sagt, mögt ihr euch nicht dazu einmal äußern? Das würde uns echt interessieren. Wenn nämlich nicht, wenn ihr nicht belegen könnt, dass die in diesem und in den vorangegangenen Artikeln geschilderten Vorfälle nicht stimmen, dann erwartet sich die Bevölkerung, dass ihr die Konsequenzen zieht. Vor allem, da man sich im Dorf erzählt, es gäbe bereits mehrere andere Korruptions-Angelegenheiten, in die ihr verwickelt seid. So habe der Bürgermeister etwa gleichzeitig in seiner Funktion als Planer und als Baubehörde agiert. Das ist, wenn es so war, Amtsmissbrauch. Und ist euch auch bekannt, dass eurer Hetzen gegen einen unserer Ötzer Bürger, abgesehen von der widerrechtlichen Verwendung von Steuergeldern, den Tatbestand der Ehrenbeleidung und der Üblen Nachrede darstellt? Ist euch das schon klar? Also: Wenn ihr Manns genug dazu seid, dann erklärt euch!

BI Lebenswertes Ötz
Petition für eine Verkehrslösung mit mehr als 800 Unterstützern

Um nach diesem Einblick in die Abgründe der Ötzer Gemeindepolitik den Rest dieser Episode kurz zu machen: Besagte PA gelangte – mittels Polak, durch wen denn auch sonst? – in das Bezirksblatt: In der Imster Redaktion sitzt nämlich eine, die mitunter alles 1:1 abtippt, was von Polak kommt. Braucht sie noch ein paar Zeilen, so legt sie einfach jemandem ein paar Wortfetzen in den Mund. Stimmen müssen die nicht. Hauptsache, es passt zum System. Und weil sie stets brav für dieses arbeitet, kommen auch immer wieder Werbeinserate. Wie zum Beispiel eines vom Jack. Für ihn nicht ganz unpraktisch, weil er darin Ötztal-Pitztal aufwärmen kann:

Somit sind wir jetzt genau wieder am Ausgangspunkt unserer kleinen Milieustudie angelangt, die vor nicht ganz einem Monat damit begonnen hat:

Jack & die Karotte: Wie wir in Ötz geködert werden
Tirol heute. Sämtliche Printmedien. Überall hat Jack Falkner erzählt, wie wichtig Ötztal-Pitztal sei. Nicht erzählt hat er leider, wie uns Ötzerinnen und Ötzern eine Karotte vor die Nase gehalten wurde. Das hat er vergessen. Darum ein Nachtrag.

Spätestens ab jetzt schaut man dem dreisten Schauspiel einfach lieber nur mehr genüsslich zu. Zieht ein breites Grinsen auf und lässt den falschen Film einfach nur noch vor sich ablaufen. Denn wenn einmal jemand einmal ein Lügengebilde aufgebaut hat, dann reitet der sich, um die Fassade aufrecht zu halten, eh nur von Mal zu Mal selbst noch tiefer hinein.

Mobilitätsstrategie 2030: Umfahrung Oetz sorgt für Diskussionen | Tiroler Tageszeitung Online
Die Mobilitätsstrategie 2030 scheidet in der Gemeinde Oetz weiterhin die Geister.

Somit muss in obigem TT-Bericht bereits der Ötztaler Radweg herhalten, um die Mobilitätsstrategie krampfhaft über Wasser zu halten. Aber leider, auch der Versuch misslingt, wie alleine dieser Artikel aus dem Jahr 2016 belegt:

Neuer Radweg verbindet Sölden und Längenfeld
Weg vom Straßenverkehr, naturnah und ohne kräftezehrende Steigungen: So präsentiert sich die neue Trasse für Radfahrer zwischen Aschbach und Sölden.

Der Falke schmückt sich auch hier mit fremden Federn: Denn, der Ausbau des Ötztaler Radweges hat nachweislich 2016 begonnen. Damals hatte Bürgermeister Falkner den Kopf, was das Verkehrsthema betrifft, aber noch tief im Sand. Und fertiggestellt wurde der Radweg, noch ehe unserem "Projektleiter" eingefallen ist, eine Mobilitätsstrategie ins Leben zu rufen, um verzweifelt zu versuchen, von seinem vorausgegangenen Versagen abzulenken.

Dasselbe, wenn Herr Falkner meint, der Diebstahl unserer Idee zur Begegnungszone (= Plagiat) würde besser, wenn er ein Planungsbüro beauftragt, dass dieses das visualisiert, was wir vor fünf oder sechs Jahre vorgestellt haben. Oder wenn er uns glaubhaft machen will, dass es "zehn Jahre lange Verhandlungen für einen Halbstundentakt" braucht, der damals schon bestand. Das sollte er lieber seiner Oma erzählen. Genauso, wie man ohnehin "voll dabei" sei, wie er sagt. Das hätte er alleine dadurch beweisen können, wenn seine, mit 20 Monaten Verspätung und nur unter Druck online gegangene Homepage wenigstens halbwegs aktuell gewesen wäre. Oder er nur ein einziges Mail von Bürgerinnen und Bürgern das Verkehrsthema betreffend beantwortet hätte. Dann wäre er womöglich tatsächlich "dabei". So aber ganz sicher nicht. Denn das ist nur "daneben".

Die Liste der Fa(l)kes zieht sich von A bis Z. Das Anlügen geht vom einfachen Bürger bis zum Gemeinderat. Was ist beispielsweise damit, mit dieser Aussage in der Presse?

Es folgt jenes amtliche Schreiben, das Herr Falkner zu diesen Thema erhalten hat. In diesem steht wortwörtlich, dass Mathias Speckle befangen gewesen wäre. "Dürfte eine solche (...) beim Betriebsleiter gegeben sein", schreibt die BH Imst schwarz auf weiß:

Und was "berichtet" der Bürgermeister "seinem" Gemeinderat? "Hat die Aufsichtsbehörde schlussendlich bestätigt, dass die Beschlussfassung ordnungsgemäß abgewickelt wurde":

Nein, so kann es beim besten Willen nicht gehen.

"Falke", gefangen im Netz

Na, Hansjörg, aus dr gonzn Nummr kimmsch nimma außa! Do lossn mir Etzerinnen und Etzar di iatz nimma aus! Konnsch, gfongen, zwoozlen, wia du willsch. Wia a vrheddrtr Falke in am Voglfochnetz. Mir kennen dir o genau sogn, warum se, di Mobilitätsstrategie, egal wia se iatz no weitr giahn sellt, gflopt isch. Es geaht gor nicht ondrsch: Du sogsch jo o in dr Zeitung, es Wichtigschte isch die Umfohrung und di Begegnungszone. Des isch richtig! Obr genau domit gibsch du ins recht: Des isch jo genau des, wos mir voar foscht sechs Johr schu gseet hobm. Mir hobm gseet, es braucht a Umfohrung und es braucht a Begegnungszone. Du bisch dr Zeit also deitlich hintn noch und wenn mir iatz in Zukunft sechs Johr längr af die Umfohrung wortn miaßn, als wenne du glei eppas geton hattesch, isches dei Schuld! So uanfoch isches.

Eigentlich ist es für uns Ötzerinnen und Ötzer so oder so einfach nur mehr super: Dadurch, dass Herr Falkner aus dieser Nummer gar nicht mehr herauskommen kann, brauchen wir uns über seine verzweifelten Versuche gar nicht mehr ärgern, sondern können herzhaft darüber lachen! Genau so, wie auch beim wirklich allerletzten Blick zurück zum Beirat Zukunft: Dort hat ein Vertreter von ein Konzept vorgestellt, wie man die Region nachhaltiger machen könnte. Er sagte: "Knallt doch PV-Anlagen auf die Dächer und legt Blumenwiesen an!" Herr Speckle gab sich bei diesen Anregungen befangen: "Aber, nein", so spricht er, "das rechnet sich doch nie". Er habe sich das alles genau angeschaut. Und die Bezirksblätter-Redakteurin haut mit dem Machtgefühl ausgestattet, auch zur Elite zu gehören, in die Tasten: "Mathias Speckle (...) musste dann doch einiges von der Wunschliste streichen."

Irgendwie ist es jetzt aber doch auch wieder blöd, dass sich ausgerechnet die Kitzbüheler Bergbahnen für das Konzept interessiert haben und ihre Dächer jetzt mit Photovoltaik vollpflastern sowie Blumenwiesen anlegen werden. Stand vergangenen Sonntag auch in der TT:


Hahahaha. Man sieht, kicher-kicher, bei unserer derzeitigen Gemeindeführung fehlt nicht nur die Ehrlichkeit, Brüller!, fehlt nicht nur die Achtung vor der Rechtsstaatlichkeit, hüstel-hüstel, nein, es ist leider auch kein Weitblick vorhanden. Grins. Daher braucht´s auch gewiss keine einzige "Aufdeckergeschichte" mehr. Zwinkersmiley.

Und deshalb ist uns auch längst die Zeit dafür zu schade, uns etwa gar mit einem amtierenden (!) Ötzer Gemeinderat näher zu beschäftigen. Dieser hat zwar den Eid abgelegt hat, zum Wohle aller Ötzerinnen und Ötzer arbeiten zu wollen, versucht allerdings, das Zukunftsthema Verkehr durch das Einstellen des Grüßens und Hassnachrichten zu lösen. Deshalb nur die reine Dokumentation des Demokratieverständnisses (eines Teils) der Ötzer Bürgerliste im Jahr 2020, ohne Kommentar:

Sollen sie. Wenn sie meinen. Wir haben anderes im Sinn. Wir arbeiten lieber für ein Lebenswerte(re)s Ötz.

Die offiziellen Stellungnahmen zur Mobilitätsstrategie Ötztal 2030, wie bereits angekündigt, kommenden Montag.

***

Ps. Außerdem haben es andere eh schon lange wunderbar auf den Punkt gebracht. Warum dann echt auch nur noch eine einzige Minute länger herumtun? Gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir doch viel eher Spaß. Lieber etwas zum Chillen, Mitswingen, Mitsingen und Grinsen. Hier also die Mobilitätsstrategie Ötztal 2030 sowie deren Strategen in Bild und Ton, gute Unterhaltung! Und das war´s dann wirklich. Auch mit dem Nachschlag. Endgültig Ende Gelände. Den Rest kann man sich (eo) denken.

Das ist alles nur geklaut

(eo eo eo)
Denn das ist alles nur geklaut (eo eo)
Das ist alles gar nicht meine (eo)
Das ist alles nur geklaut (eo eo)
Doch das weiß ich
[fast] nur ganz alleine (eo)
Das ist alles nur geklaut, und gestohlen, nur gezogen, und geraubt
Entschuldigung, das hab ich mir erlaubt

(c) Die Prinzen 1993, [Ergänzungen durch 2021]


***

Check Teil 4:

  • Hätte Ulrich Müller die Presseaussendung zur letzten Beiratssitzung machen müssen? Ja. So war es vereinbart und bei den vorangegangenen Sitzungen gehandhabt worden. Außerdem war diese Arbeit im Preis für die Moderation des Beirats enthalten.
  • Hätte diese PA mit allen Beiräten, wie in der ersten Sitzung vereinbart, akkordiert werden sollen? Ja.
  • War Hansjörg Falkner der Projektverantwortliche für den Beirat Zukunft? Ja.
  • Ist die letzte PA von der Agentur Polak gemacht worden? Ja.
  • Ist damit widerrechtlich Steuergeld verwendet worden, weil diese Arbeit zusätzlich bezahlt werden musste? Ja.
  • Stellt die widerrechtliche Verwendung von Steuergeld Korruption dar? Ja.
  • Ist dokumentiert, dass die im Bezirksblatt erschienenen Sätze über ein BI-Mitglied nicht den Tatsachen entsprechen? Ja. Unter anderem hat auch Dr. Gerd Estermann verschriftlicht, dass ihm falsche Worte in den Mund gelegt worden sind.
  • Erfüllt das Verbreiten von falschen Nachrichten zum Schaden einer Person den Tatbestand des Amtsmissbrauches, der Üblen Nachrede sowie Ehrenbeleidigung? Ja.
  • Ist es eigentlich überhaupt von Belang, was ein Beirat in seiner Freizeit macht? Nein. Es wird ja andererseits auch von anderen Beiräten nicht breitgetreten, wer beispielsweise wann wegen Trunkenheit seinen Führerschein abgeben musste o. ä.
  • Hat Herr Falkner gegenüber der Presse gelogen, als er angab, Mathias Speckle sei bei der Abstimmung zu Feldring/Schafjoch nicht befangen gewesen. Ja.
  • Hat Herr Falkner seinen Gemeinderat belogen, als er angab, "die Beschlussfassung" sei "ordnungsgemäß abgewickelt" worden. Ja.
    Sie war eben nachweislich nicht ordnungsgemäß, weil ein Befangener, wie von der Behörde festgestellt und mitgeteilt, abgestimmt hat. Alles, was eventuell gewesen sein könnte, wäre, dass sie "rechtsgültig" gewesen ist, und zwar, weil es keinen Unterschied macht, ob eine Abstimmung 15:0 oder 14:0 ausgeht. Zusammen mit dem Streuen der Fehlinformation über die Presse wird daher Rechtsstaatlichkeit vorgegaukelt.  
  • Stellt wissentliche Falschinformation des Gemeinderates und der Öffentlichkeit sowie der eigenen Bevölkerung Amtsmissbrauch dar? Ja.
  • Waren dieselben Nachhaltigkeitsvorschläge den Ötzer Bergbahnen zu minder, während sie die Kitzbüheler liebend gerne in Anspruch nahmen? Ja.