Wer ihn aufgeputzt hat, ist nicht bekannt. Und warum er nach dem ersten Weihnachtsfest nicht mehr "abgeputzt" wurde, auch nicht. Vielleicht wurde der Baum von Urlaubern geschmückt. Oder von einer Ötzerin oder einem Ötzer, der sich danach nicht mehr daran erinnerte. Oder nicht mehr hinaufgehen konnte, um die Kugeln und die Schleife wieder abzunehmen. Man weiß es nicht.

Jedenfalls befindet sich in Ötz seitdem ein "Ganzjahreschristbaum", um ihn einmal so zu nennen. Und auf den letzten Metern zu ihm hin hat sich richtiggehend ein kleiner Trampelpfad gebildet. Das zeigt, dass das Bäumchen Interesse erregt. Nicht nur bei kleinen Besuchern.

Mit Symbolcharakter
Das Bäumchen vermittelt uns gleichzeitig auch etwas anderes. Etwas Beruhigendes. Etwas Tröstliches. Denn so sehr es im Sommer ungewöhnlich erscheint, desto aktueller wird es, wenn die Tage kürzer werden. Desto brisanter wird es, wenn der erste Schnee gefallen ist.

Die Sache scheint wie bei der Mode. Auch bei der sagt man, es komme alles wieder. Und in der Gesellschaft? Im Umgang mit der Natur? Kommt man nicht dort auch immer wieder zu dem zurück, was uns auf lange Sicht gesehen gut tut, auch wenn es dazwischen immer wieder einmal eine Verirrung geben kann?

Es wird alles gut
Insofern gibt das Foto des Christbaums oberhalb des Piburger Sees eigentlich zu jeder Jahreszeit Hoffnung. Erweckt es den Gedanken, wonach auch wieder die richtige Zeit für alles kommen wird.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2021! Vor allem o a gsunds, wie man bei uns so schön zu sagen pflegt. Es wird alles gut!

Auf das hofft und wünscht allen Ötzerinnen & Ötzern, allen Leserinnen und Lesern, die Bürgerinitiative (BI) Lebenswertes Ötz