Probleme rund um den Verkehr gibt es in Habichen viele. Derzeit wohl am augenscheinlichsten: das Thema Sicherheit, das noch vor dem Ortsschild beginnt und sich bis in das Gewerbegebiet hineinzieht.

Dabei hat es vor nicht allzu langer Zeit noch so ausgesehen:

Die Verwandlung zum Schlechteren aus Sicht der Lebensqualität ist nicht zu übersehen. Der Verkehr hat Gutes ins Land gebracht, keine Frage, aber längst ist aber die Grenze zum Erträglichen überschritten. Das spürt jede(r). Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser Tage eine Unterschriftenliste an die BH erging, welche von rund 100 Habicherinnen und Habichern unterzeichnet worden ist. Der wohl prominenteste: Bürgermeister Hansjörg Falkner. Erreicht werden soll die Veränderung zum Positiven durch eine Geschwindigkeitsreduktion auf 60 km/h. Nicht unbedeutender Nebeneffekt: eine Lärmminderung. Das Argument dazu: Die Straße befindet sich längst nicht mehr im Freiland, sondern eindeutig im Siedlungsgebiet.

Auskünfte erteilt der Initiator der Aktion, Hermann Koll, unter 0664/73553275. Man kann den Habicherinnen und Habichern nur viel Glück wünschen und freut sich darüber, dass auch bei uns immer mehr Menschen nicht mehr länger fremdbestimmt sein wollen, sondern ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen: Bravo!

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Meinung
Es reicht!

Schon einmal aufgefallen, wie oft bei uns in Ötz derzeit die Rettung mit Folgetonhorn unterwegs ist? Gefühlt fast jeden Tag zumindest einmal.

Man kann das als untrügliches Zeichen werten, denn noch vor wenigen Jahren war dies nicht der Fall gewesen. Und nachdem der Grund darin besteht, dass das Rote Kreuz angesichts des Verkehrsaufkommens nicht mehr schnell genug vorankommt, weiß man alles. Ist alles gesagt! Jeder einzelne Folgetonhornklang führt uns somit vor Augen, dass bei uns auch verkehrstechnisch Alarmstufe eins herrscht.

Bernhard Stecher

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Was tut sich sonst derzeit in Sachen Verkehr?

  • Aufgrund unserer letztjährigen Initiative wird derzeit der Übergang vom Feuerwehrhaus Richtung Brandachbrücke videoüberwacht. Bei genügend Frequenz soll der angestrebte Zebrastreifen kommen. Ein Schritt in die richtige Richtung!
  • Die Verkehrszahlen für 2019 geben natürlich wieder Anlass zur Sorge, andererseits ist es nur wieder so gekommen, wie befürchtet. Auch heuer wird das Verkehrsaufkommen, die Corona-Lockdown-Zeit ausgenommen, wieder mehr werden. Ungeachtet der Mobilitätsstrategie, von der sich immer mehr herauskristallisiert, dass sie lediglich zum Beschwichtigen für das Gletscherprojekt Pitztal-Ötztal gedacht war. Warum man das sagen kann? Weil nicht einmal die vor fast einem Jahr versprochene Homepage online ist ...
  • Das unselige Auto-Huldigungsstück des TVB bei der Infostelle in Ambach ist aufgrund dieses Artikels (nach unten scrollen!) verschwunden. In Zeiten wie diesen irgendwie überhaupt nicht bedauerlich.
  • Radlfahrer und Spaziergänger bleiben derzeit gerne bei dieser Habicher Blumenwiese stehen. Sie erfreuen sich des Anblicks, der relativ einfach erzeugt werden hat können (vgl. mit diesem Artikel). Auch ein Zaunkönig hat sich dieser Tage eingefunden.