Der erste Sturm beginnt bald

Gerade beim Schreiben dieser Zeilen erreicht mich die Nachricht, dass die Gesamt-Tiroler Quarantäne mit heute Mitternacht (Dienstag 07.04. 0:00 Uhr) aufgehoben wird, somit darf die Gemeindegrenze wieder überschritten / überfahren werden. Es ist zu erwarten, dass daher das Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den letzten Wochen stark zunehmen wird (Einkaufen, Besorgungen, ...), entsprechend auch die Geräuschkulisse.

Heute noch die Ruhe

Die derzeitige Situation mit Quarantäne für alle Tiroler Gemeinden bringt, entsprechend der Verordnung, auch sehr wenig Verkehr mit sich. Dementsprechend herrscht in unserem Dorf derzeit Ruhe, insbesondere auf und entlang der Straße. Die Corona-Situation ist für alle Menschen schwierig genug. Vielleicht hilft es da ein wenig, bei den (kurzen) Spaziergängen ein wenig mehr Aufmerksamkeit der Natur zu schenken. Die Möglichkeit dazu wurde uns Zwangsweise gegeben.

Die vorherrschende Geräuschkulisse sind Geräusche der Natur, hauptsächlich Wind, das Rauschen der Ötztaler Ache und das zwitschern der Vögel. Wer diese Geräuschkulisse derzeit auch zu genießen weiß und sich das Konzert der Vögel anhört, wird verschiedenste Vogelstimmen wahrnehmen. Hier ein paar der bei uns am häufigsten vorkommenden Vögel, die entsprechend oft zu hören sind.

Singvögel

Die wohl bekanntesten Vögel neben Amsel sind die Kohlmeise und die Blaumeise. Diese zwei sind vom Gesang für Laien praktisch nicht zu unterscheiden. Der Gesang der Kohlmeise kann sich stark unterscheiden, daher auch die Bezeichnung "Stimmwunder".

Kohlmeise

Und auch diesen Ruf hört man von der Kohlmeise öfter:

Der Grünfink wurde/wird durch eine Viruserkrankung recht stark dezimiert. Erfreulich also, wenn man solche bei uns immer wieder singen hört.

Grünfink

Den Buchfink hört man recht häufig.

Buchfink

Weniger als oben genannte, aber doch immer wieder sind Girlitze unterwegs.

Girlitz

Umgangssprachlich als "Spatz" kennt man den Haussperling. Nur wenige wissen, dass es hier zwei verschiedene Arten gibt, die auf den ersten Blick nicht so leicht zum Unterscheiden sind: im Linken Bild ist der Feldsperling zu sehen, Erkennungsmerkmal ist der "Schal" um den Hals und die schwarzen "Ohrenschützer". Vom Klang sind die beiden für Laien nicht zu unterscheiden.

Feldsperling (links) und Haussperling (rechts)

‌Von der Mönchsgrasmücke wissen wohl die wenigsten. Der Ausdruck "Mönch" kommt von der schwarzen Kappe. Wunderschöner Gesang.

Mönchsgrasmücke

Vornehmlich im Wald anzutreffen, gelegentlich auch im Dorf (vermutlich aber eher nicht weit vom Waldrand weg), das Rotkehlchen.

Rotkehlchen

Schön ist bekanntlich relativ, für mich der schönste Vogel ist der Stieglitz.

Stieglitz

Im Wald hört man dann noch wesentlich mehr verschiedene Vogelgesänge. Sehr häufig hört man dort die Tannenmeise, die ähnlich der Kohlmeise klingt.

Auch der Zilpzalp ist praktisch immer wieder mal zu hören.

Greifvögel

Weniger schön im Singen aber nicht weniger schön anzuschauen sind Greifvögel, wenn sie sich durch die Lüfte bewegen.

Den Mäusebussard hört man öfter mal rufen, recht markant

Mäusebussard

Nicht so häufig, aber doch gelegentlich kann man einen Rotmilan durch die Lüfte ziehend sehen.

Rotmilan
Habicht