Saharastaub

Schon vorheriges Wochenende war ein Ereignis, das wohl viele gar nicht mitbekommen haben - wir haben Saharastaub abbekommen. Fällt dann noch Regen, so ergibt das den sogenannten "Blutregen", ein rötlich/bräunlich gefärbtes Regenwasser. Ungefährlich aber eindrucksvoll.

Morgen kommt der ‘Sahara-Blutregen’
In Teilen Österreichs kommt es an diesem Wochenende zu einem besonderen Wetterphänomen.

Auch an den Feinstaub-Messstationen war dieser Saharastaub erkennbar, wie man am Beispiel von zwei Messstationen sieht. Der Ausschlag am 20.04. ist auf dieses Ereignis zurückzuführen.

Blütenstaub

Die Schwaden von Blütenstaub die teilweise zu sehen sind, lassen sich jedoch in den Feinstaub-Messstationen nicht nachweisen. Dieser Blütenstaub ist größer als die Partikel die als Feinstaub angesehen werden. Gesundheitlich unbedenklich, abgesehen für Allergiker - je nachdem um welche Blüte es sich handelt. Der Pollenwarndienst gibt die Infos darüber:

Prognose für Tirol - https://www.pollenwarndienst.at/prognose/vorhersage.html

Was aber durchaus passieren kann - und das ist in der jetztigen Corona-Zeit durchaus zu beachten - gelegentliches Nießen und Schleim in der Nase. Keine Angst davor, dass man gleich einen Corona-Virus erwischt hat, das ist eine natürliche Reaktion des Körpers, Fremdstoffe loszuwerden. Die Partikel sind zu groß um tief in die Lunge vorzudringen, bis in die oberen Bereiche schaffen sie es aber sehr wohl. Hier wirkt sich vermehrte Nasenatmung positiv aus, da in den Nasenhährchen und Nasenschleimhaut die meisten Partikel schon hängen bleiben.

Schwade von Blütenstaub am 23.04.2020

Insbesondere wenn man derzeit viel im Freien ist und sich dabei vielleicht auch noch höher belastet (Arbeit, aber insbesondere Sport), kann es durch vermehrte Mundatmung zu einer erhöhten Ansammlung an Pollenteilchen in der Lunge kommen. Der Körper will diese (ungefährlichen) Fremdteilchen wieder loswerden, indem er mit Schleimproduktion und Aktivierung der Flimmerhährchen (Flimmereptihel) der Atemwege die Teilchen bindet und weitertransportiert, bis diese dann über Rachen zum Schlucken oder die Nase "zum schneuzen bereit sind". Einige Stunden später sollte das ganze dann wieder vorbei sein, spätestens dann am nächsten Tag.

Blütenstaub im Piburger See, 26.04.2020