Schwalben bringen Glück

Schon im Altertum wurden Schwalben als heilig verehrt, verfolgt wurden sie nirgends. Sie waren so beliebt, dass sie sogar in Tempeln und Staatsgebäuden nisten durften. Im Mittelalter wurden Schwalben als Glücksbringer und Frühlingsboten verehrt. Auch bei der ländlichen Bevölkerung konnte man sich Haus und Hof nicht ohne die segelnden Frühlingsboten vorstellen. Bis weit in das 20. Jahrhundert war es bei den meisten Menschen auf dem Land und in der Stadt undenkbar, ein Schwalbennest zu entfernen. Heutzutage sind Schwalben am Haus nicht mehr selbstverständlich, der Glaube an den Glücksbringer ist in Vergessenheit geraten. Wer jedoch eine Schwalbenbrut am Haus erleben durfte, wer das Gezwitscher auf dem Dach und die emsige Futtersuche beobachten konnte, der hofft, dass die Schwalben im nächsten Jahr wieder kommen. (Quelle)

Rauchschwalbe

Rauchschwalben haben ihre Nester meist in Gebäuden und nur selten außen. Daher sind sie auf menschliche Toleranz angewiesen, die durch eine immere weitere Verbauung abnimmt. In Deutschland musste die Rauchschwalbe aufgrund dieser Entwicklung in die Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel aufgenommen werden.

Rauchschwalbe - NABU
Die bekannteste einheimische Schwalbenart erlebt seit Jahren einen schleichenden Bestandsrückgang. Als Kulturfolger brütet sie meist in Gebäuden und ist daher auf menschliche Toleranz angewiesen.
Porträt der Rauchschwalbe

Mehlschwalbe

Nester der Mehlschwalbe findet man unter Dächern an meist rauhen Wänden.

Die Mehlschwalbe im Porträt - NABU
Ihr Markenzeichen ist der leuchtend weiße Bürzel, der sich von der dunklen Oberseite abhebt. Auch bäuchlings ist die Mehlschwalbe mit Ausnahme der Schwanzfedern rein weiß gezeichnet. Der tief gekerbte Schwanz besitzt im Gegensatz zur Rauchschwalbe keine langen Spieße.

Felsenschwalbe

Die Felsenschwalbe ist noch nicht sehr lange heimisch bei uns, sie scheint sich allerdings recht wohl zu fühlen. Felsenschwalben sind Kurzzieher, aufgrund des Klimawandels und der damit höheren Temperaturen sowohl bei uns, als auch in den Ländern um das Mittelmeer/Balkan, wo sie die Winterzeit verbringen, sind sie nun auch vermehrt bei uns zu finden.

Felsenschwalben können recht aggressiv werden, wenn man ihrem Nest zu lange zu nahe steht. Einige haben das schon erlebt, dass plötzlich 1 oder 2 Vögel öfter recht knapp mit hoher Geschwindigkeit über einen hinwegfliegen - das sind dann Felsenschwalben, mir ist nicht bekannt, dass die anderen Arten derart aggressiv sind.

Ende Juni wurden meine Schwester und ich, auf eine aus dem Nest herausgefallene Felsenschwalbe, aufmerksam gemacht. Nach kurzem suchen haben wir sie gefunden und mitgenommen - sie war überlebensfähig, aber nicht ohne von ihren Eltern gefüttert zu werden. Es hat nicht sehr lange gedauert, da hat sie sich bei uns schon wohl gefühlt, nur mit dem Füttern hat das zu Beginn nicht hingehauen.

Um der Schwalbe das Überleben zu sichern, hat sie meine Schwester beim Heimfahren beim Alpenzoo in Innsbruck abgegeben - dort gibt es eine Aufzuchtstation. Letzter Stand (07.07.2020), dem Findling geht es sehr gut, das Vögelchen wird weiterhin aufgepäppelt, bis es reif genug ist um alleine zurecht zu kommen und dann ausgewildert. Vielleicht eine Felsenschwalbe, die dann nicht so aggressiv auf Menschen reagiert?

Mauersegler

Von der Familie der Segler ist bei uns nur der Mauersegler heimisch, Alpensegler sind derzeit bei uns noch nicht bekannt.

Mauersegler

Diese Vögel sind sehr faszinierend, sie verbringen fast das ganze Leben in der Luft - auch Paarung und Schlafen. Es können Spitzengeschwindigkeiten von über 200 km/h erreicht werden, in einem Jahr legt ein Mauersegler ungefähr 200.000 km zurück (entspricht etwa 5 Erdumrundungen).

Mauersegler nisten in Spalten und Nischen, die sich meist in hohen Gebäuden (Wohnblöcke, Türme, ...) und Altbauten finden. Unter anderem Gebäudesanierungen machen dieser Art sehr zu schaffen. In Deutschland werden jährlich etwa 7% weniger Mauersegler gezählt, über 50% weniger zwischen 2008 und 2018.
Mauersegler gelten als Weitstreckenzieher. Zwischen Mitte April und Mitte Mai kehren die Mauersegler aus ihrem Winterquartier südlich der Sahara zum Brüten zu uns, die Hauptzugzeit zurück ins Winterquartier ist gegen Ende August.

An ihren Schreien sind sie sehr gut erkennbar.

Der Mauersegler im Porträt - NABU
Der Mauersegler hat sich in Städten und Dörfern als ein echter Kulturfolger angesiedelt, wo er unter den Dächern von Altbauten, aber auch in anderen Gebäudenischen wie altem Gemäuer, geeignete Wohnstuben findet. Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen verloren.
Der Mauersegler im Porträt

Schwalbenzählung

Für die Schwalben(nester)zählung, die BirdLife Österreich betreibt, bitte ich euch um Mithilfe.

Schwalbenzählung
Für die Schwalben(nester)zählung, die BirdLife Österreich betreibt, bitte ich euch um Mithilfe. Einige Nester wurden schon lokalisiert und teilweise auch die Jungvögel gezählt.