Blick vom Hang im Haidach Richtung ehemaligem Campingplatz und Brunnfeld im Hintergrund. In den Wiesen auf der unteren Hälftes des Bildes stehen ein paar einfache Zelte. Vom modernen Glamping, also der glamourösen Art des Campings, ist weit und breit noch nichts zu sehen. Irgendwie herrscht Idylle pur und fast hat man das Gefühl, (noch) im richtigen Film zu sein.

Jedenfalls wirkt die abgebildete Szenerie beschaulich. Sie vermittelt Zufriedenheit und fast scheint sie uns zuzurufen: Ach! Was gibt es doch alles, was ich eigentlich nicht brauche.

Zu dieser Stimmung passt auch die mit einem Dach versehene Brücke. Der Übergang war aus Holz und einspurig. Wer in die Mull fuhr (heute Recyclinghof), der schob da sein Handwagele drüber.

Ötzerinnen und Ötzer, die nun an die 70 gehen, erinnern sich aber auch noch daran, dass vorher die Mull einfach von dieser Brücke aus in die Ache gekippt worden ist, wobei zu erwähnen ist, dass es zu dieser Zeit weder Kunststoffe, noch ein derartiges Abfallaufkommen wie heute gegeben hat.

Auch die Häuser in der oberen Bildhälfte stehen aufgelockert in der Landschaft. wie die Zelte. Irgendwie stresslos das Ganze.

Selbst die Bildbeschriftung in der unteren linken Ecke der Postkarte scheint noch stimmig. Ötz steht dort. Trotz Tyrol.

Bleibt die Frage, auf die es keine Antwort gibt: Waren die Zeiten damals (wirklich) besser, wie man so schön sagt? Oder sind sie es heute?

Wie vieles, wohl Interpretationssache. Manches wird besser gewesen sein, aber sicherlich nicht alles.

Jedenfalls, und das ist jetzt Fakt, ist heute ist eine Aufnahme vom selben Standort nicht mehr möglich. Der Hang ist mittlerweile bewaldet. Daher zum Vergleich ein Bild von tieferer, aber zumindest ähnlicher Stelle, wenn auch seitlich ein wenig versetzt:

(best)