Rückblende: Es war vor fast 20 Jahren, als sich die damalige Ötzer Jugend einen Skaterplatz wünschte. So wie sie dies bis heute in regelmäßigen Abständen tut. Weil ein halbwegs ordentlicher Skaterplatz halt eigentlich auch gar nichts Besonderes ist. Und ein ebensolcher nahezu jeder Gemeinde der näheren Umgebung zu finden ist.

Aussehen tut er beispielsweise so: Ein halbwegs rechteckiger, halbwegs sonniger Platz, ein paar ordentliche Geräte und ein wenig Freiraum zum Gestalten. Wär´ eigentlich gar nicht zu viel verlangt, möchte man meinen, dass man so etwas auch bei uns zustande brächte:

Die Ötzer Realität schaute allerdings ganz anders aus: Zunächst einmal stießen unsere Kinder und Jugendlichen bei der Gemeindeführung lange Zeit ausschließlich auf taube Ohren. Erst als der "Auflauf" – so wie es damals hieß – auf dem Schulparkplatz zu groß geworden war, sah man sich zum Handeln gezwungen.

Also errichtete man an der denkbar ungünstigsten Stelle einen "Skaterplatz". Dort, wo der Boden fast das halbe Jahr gefroren ist und Schnee sowie Eis zu finden sind wie sonst nirgends in unserem Talkessel. Und wie unwillig selbst dieser Murks geschehen ist, sah man daran, dass in diesem Niemandsland mit bester Nachbarschaft zur Mull einfach ein dreieckiger Spitz asphaltiert und anschließend sich selbst überlassen wurde. Dementsprechend sah das Ganze dann natürlich auch gleich einmal schauderhaft aus:

Der Schandfleck dient heute als Lagerplatz.

Und unsere Jugend ist wieder wo zu finden? Wo hält sie sich auf? Das wird doch nicht zufällig wieder der Schulplatz sein? Dort, wo man halt auch bereits Anfang März ein wenig herumturnen kann?

Doch! Die Geschichte hat also lediglich von Neuem begonnen. Die Ötzer Kinder und Jugendlichen tummeln sich jetzt ausgerechnet wieder dort, wo man sie weghaben wollte. Sie sammeln aktuell auch gerade wieder einmal Unterschriften, und zwar, weil sie sich etwas anderes verdient haben, als ungebetene Gäste vor dem Musikpavillon zu sein.

Skaterplatz reloaded! Oder anders gesagt: In beinahe zwei Jahrzehnten null kapiert, nur sinnlos Geld beim Fenster hinausgeworfen und bei unserem Nachwuchs Frust erzeugt. Frage: Ergibt das für irgendjemanden irgendeinen Sinn? Und wenn ja, welchen?

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Wie sehr wir in Ötz mit unseren Sportstättenplänen daneben liegen, zeigt heuer einmal mehr das Thema Fußballplatz. Sicher, heuer war ein strenger Winter, und es liegen an jenem Wochenende, an dem die offizielle Meisterschaft gestartet wäre, noch 40 Zentimeter Schnee. Allerdings schaut`s leider auch in anderen Jahren nicht besser aus:

Der Verdacht liegt nahe, dass in Ötz bei allem, was bestimmten Herren nicht sonderlich in den Kram passt, absichtlich gemurkst wird. Anders kann man sich solche Schildbürgerstreiche leider nicht erklären.