Meistens schreibt man den Monat März, wenn am Ötzer Tennisplatz ein seltenes "Naturphänomen" zu bestaunen ist: Sind dort doch von einem Tag auf den anderen nicht nur jede Menge Scheaderhaifn zu sehen, nein, vielmehr sind diese, wie von einer unsichtbarer Macht bestimmt, auch noch auffällig regelmäßig angeordnet.

Wie kommt das?

Der Grund ist Reinhold. Reinhold ist seit langer Zeit für die Plätze in der Nähe des Liftes verantwortlich. Und Reinhold, mit Familiennamen Gritsch, ist es auch, der die Häufchen gemacht hat. ;-)

Der langjährige Platzwart und gute Geist erzählt: "Zuerst wird die Oberfläche vom Dreck befreit, dann wird der 03-er aufgetragen." Mit dem "03-er" ist der 3-Millimeter-Sand gemeint. Dieser bildet die Deckschicht, die selbstredend glatt abgezogen werden muss. Deshalb wird der Sand auch mit einem Planierwerkzeug verteilt und akribisch "abgezogen". Bald werden auch die Bretter und deren Beschwerungen entfernt werden können, die im Winter dafür gesorgt haben, dass die Gfrierscht nicht die Kunststofflinien heben kann. "Dann kann eigentlich bereits das erste Mal gewalzt werden", leuchten Reinholds Augen richtiggehend. Bald werden auch die Netze aufgehängt sein – und dem lang ersehnten Schlägerschwingen steht nichts mehr im Weg.

Von dieser Stelle einmal ein Dank an alle, die sich wie Reinhold für die gute Sache in unserer Gemeinde einsetzen. Gritsch sagt: "Es ist eine absolute win-win-Situation. Ich mache die Arbeit gerne und sie bedeutet mir viel." Das ist der Optimalzustand! Umso mehr ärgert und verwundert es, wenn andere, die sich in der Gemeinde ebenfalls einbringen würden, behindert oder schlecht gemacht werden, weil die Oberen, so wie es aussieht, lieber ihr eigenes Süppchen kochen, oder sich, wie es jemand nannte, in Selbstherrlichkeit sonnen. Ob uns diese Ignoranz nicht eines Tages auf den Kopf fällt, wo wir doch jede(n) so dringend brauchen könnten, weil ganz offensichtlich vieles im Argen liegt?

P.s. Der Tennisverein sucht derzeit eine(n) neue(n) Obfrau/Obmann ...