Abgesehen von der Corona-Zeit, die selbsterklärend deutlich weniger Verkehr mit sich brachte, zeigt sich, dass Maßnahmen in alle Richtungen, aber insbesondere wie versprochen im Zuge der Mobilitätsstrategie dringendst notwendig sind!
Hier nun die nackten Zahlen der Messstelle Ötz, Nr. 8203, B186 Ötztalstraße, km 0.592 in Grafikform dargestellt.

Übersicht 1. Halbjahr 2020

Auch wenn die Minima des Täglichen Verkehrs aufgrund dem Corona-Virus sehr gering waren, so ist trotzdem die Gesamtzahl der gezählten KFZ an der für diese Umstände doch noch sehr hoch.

  • KFZ (Gesamt): 1.993.845, also etwa 2 Mio. Kraftfahrzeuge
  • LKW-Ähnliche KFZ (LKWAE): 79.589
  • Sattelzüge (SLZ): 13.312

Vergleicht man die Gesamtzahlen der KFZ der Halbjahre 2019 und 2020, so zeigt sich zwar eine signifikante, aber doch Verhältnismäßg geringe Reduktion: 2019 wurden im selben Zeitraum 2.541.643 KFZ gezählt, 2020 brachte eine (teils Zwangsverordnete!) Reduktion von 547.798 KFZ.

Zur Einteilung in die verschiedenen Fahrzeug-Kategorien sei auf die Info vom Land Tirol verwiesen:

Verkehrsinformation Land Tirol
Verkehrsinformation Land Tirol

Auf die Wochentage aufgeschlüsselt ergeben sich im Durchschnitt für das erste Halbjahr aufgrund des Corona-Shutdowns sehr geringe Durchschnittswerte - allerdings mit großer Streuung zwischen Maxima und Minima.

Monatliche Betrachtung

Für den März (Beginn des Corona-Shutdowns) ist aufgrund der sehr großen Streuung eine andere Darstellung der Zahlen hilfreich: Tagesverkehr aufgeschlüsselt auf Wochentage je Kalenderwoche.

März 2020 vor und nach Corona-Shutdown

Diese Grafik bedarf eigentlich keiner weiteren Worte, der Verkehr kam aufgrund der Corona-Maßnahmen fast vollständig zum Erliegen.

Jänner und Februar 2020

Explizit betrachtet werden sollen noch die beiden ersten Monate in diesem Jahr. Hier waren noch keine bzw. nur vereinzelt Corona-Maßnahmen wirksam. Auch wenn der eine oder andere Gast schon die Reißleine zog und früher abreiste, oder auch Gäste die Buchungen absagten, so war das Verkehrsaufkommen trotzdem so hoch wie nie.

Der Jänner-Durchschnittsverkehr stieg gegenüber 2019 um satte 11,5%. Noch nie seit den Aufzeichnungen gab es so einen verkehrsreichen Jänner.

Der Februar-Durchschnittsverkehr stieg gegenüber 2019 um 4%. Ebenfalls gab es noch nie so einen Verkehrsstarken Februar. Ein maximaler Tagesverkehr von 22.202 KFZ/24h hat es ebenfalls noch nie gegeben. Weil es immer wieder heißt "so schlimm wie im Zillertal ist es bei uns nicht": Unser 2020er Februar-Maximum kommt schon recht nahe an das 2019er Zillertaler Jänner-Maximum von 23.683 KFZ/24h (Messstelle Fügen, Nr. 8240). Hierzu möchte ich auch an einen früheren Bericht erinnern, warum die Verkehrssituation im Zillertal nicht einfach mit der im Ötztal verglichen werdem kann.

Vergleich des Verkehrs Ötztal/Zillertal
Warum der Vergleich hinkt Welcher Ötztaler lässt sich schon gerne mit einem Zillertaler vergleichen(natürlich auch umgekehrt)? Auf den Verkehr bezogen gibt es bezüglich derSituation in Ötz immer wieder Aussagen wie z.B. ’Wir hier in Ötz jammern, wassollten da die Zillertaler sagen? ’. Da werden …

Mobilitätsstrategie:
Update 05.10.2020 - der Teil wurde hier rausgelöscht, das Thema ist doch einen eigenen Bericht wert ;-)